Dortmunder Derby Boykott: "Kein Zwanni für nen Steher"

So heißt eine Aktion an dem sich mittlerweile viele Dortmunder FanClubs und Fans beteiligen. Worum gehts?

Die drastische Erhöhung der Ticketpreise für das Derby auf Schalke sind für viele Fans (auch Schalker) unvorstellbar. Eine Stehplatzkarte kostet z.b mittlerweile 22€ und eine Sitzplatzkarte im Durchschnitt 55€. Die Initiatoren des Fan Boykotts erklären sich auf der Facebook Seite der Aktion so:

Für das Derby wurden die Ticketpreise drastisch erhöht. Der Stehplatz kostet 22 €, die Sitzplätze im Schnitt 55 €. Wir sehen darin einen Versuch, höhere Ticketpreise zu etablieren und setzen uns dagegen zu Wehr. Es geht hier ausdrücklich nicht um eine Aktion gegen Gelsenkirchen (deren Fans die Problematik ebenso betrifft), sondern gegen eine langfristige Entwicklung, die dem Fußball insgesamt schadet. Wir sehen den Derbyboykott deshalb auch nur als Auftakt weiterer zukünftiger Aktionen unter dem Motto „Kein Zwanni für nen Steher“. Langfristiges Ziel sind faire Eintrittspreise für alle Fans in allen Stadien.

Ich hoffe nicht, dass wir in der Bundesliga mal irgendwann englische Verhältnisse bekommen. In der PremierLeague sind die Ticketpreise mittlerweile so exorbitant hoch, dass es sich für englische Fußballfans finanziell lohnt an einem Samstag morgen in einen Billigflieger nach Hamburg zu steigen, dort ein Spiel des FC St. Pauli zu besuchen und danach wieder mit dem Flieger nach Hause zu fliegen. Diese Rechnung habe ich vor einigen Monaten mal in einer WDR Doku gesehen und war ziemlich schockiert.

So etwas darf in der Bundesliga nicht usus werden. Die Bundesliga ist eine Institution die immer schon alle Schichten der Gesellschaft vereint hat. Wenn ich am Wochenende ins Stadion gehe sehe ich von der reichen Oma mit dicken Klunkern an er Hand, über den Arbeiter, den Harz IV Empfänger, Schüler, Familenvater mit oder ohne Kind, Menschen im Anzug oder den Opa, der schon seit 40 Jahren seine Dauerkarte hat, alle Teile der Gesellschaft vereint.

Deshalb unterstütze ich diese Aktion und sage dabei auch nochmal, dass es dabei ausdrücklich nicht gegen Schalke geht sondern gegen die Entwicklung der Ticketpreise. Hätte der BVB seine Preise für das Derby so erhöht, wäre die Reaktion der Fans sicherlich nicht viel anders.

Ein schönen Artikel dazu haben auch die Ruhrnachrichten geschrieben

Schreibe einen Kommentar