Wie schaut Windows 8 aus? So!

Nachdem ich mir heute morgen die Developer Preview von Windows 8 auf meinen EeePC installiert und ein bisschen darin gestöbert habe kamen via Twitter doch gleich 2-3 neugierige Nachfragen dazu. Deshalb habe ich dann einfach mal einen Screencast gemacht, damit sich alle selbst einen kleinen ersten Eindruck verschaffen können.

Ich muss ja sagen, dass ich vorher verdammt skeptisch war, was die neue Bedienoberfläche (heißt übrigens Metro Style) angeht. Ich konnte bisher noch nicht ganz begreifen, warum es überhaupt nötig ist, ein (für mich) so wunderbar funktionierendes Bedienkonzept, wie das von Windows7 dermaßen zu überarbeiten.

Als ich es dann jedoch live vor mir hatte, fing es in meinem Hirn an zu rattern und ehrlichgesagt glaube ich, dass es genau das richtige ist. Wir bedienen ein Windows und andere Computer seit Windows 95 praktisch immer noch auf die selbe Art und Weise. Ich glaube Microsoft hat es bisher nicht gewagt zu weit greifende Veränderungen vorzunehmen. Man hatte Angst, die User würden nicht damit klar kommen, da sie die Bedienkonzepte der Vorgänger zu sehr verinnerlicht haben. Der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=T9dZnyCSfvo

Smartphones und Tablets haben jedoch alles verändert. Diese Geräte bedient man komplett anders als einen WindowsPC, und die Leute lieben es. Es gibt sehr viele Bedienkonzepte aus dieser Welt, die einfach wunderbar sind. Diese Tatsache, zusammen mit der Erkentnis, dass auch PCs in Zukunft immer mobiler und individueller sein werden ist wohl der Motor hinter der neuen Windows8 Oberfläche.

In Zukunft werden wir vielleicht PCs in der Küche an der Wand, im Fernseher oder sonst wo haben. Das Microsoft nun in aller erster Linie mit Windows8 in den Tabletmarkt vorstoßen will sehe ich nicht. Klar, man will auf Tablets und alle möglichen anderen Devices, aber vorallem will man Windows generell fit für die Zukunft machen.

 

Deutscher Meister 2011 – Perspektiven von der Südtribüne

Borussia Dortmund ist deutscher Fußballmeister 2011. Was für eine Saison, oder um es mit Roman Weidenfeller zu sagen: „We have a grandios Saison gespielt“.

17 einzigartige Heimspiele durfte ich in dieser Saison auf der geilsten Tribüne der Welt miterleben. Und ich kann nur sagen, da waren so einige Highlights dabei. Ich musste auch manchmal meine Brillen absetzen und gut verstauen, sonst wären sie das eine oder andere mal zu Bruch gegangen.

Der Höhepunkt war natürlich, genau die Sekunde in der am 32. Spieltag mein Nebenmann mit dem Radioknopf im Ohr sich zu mir dreht und mir mit großen Augen ins Gesicht schreit: „Köln FÜÜHRT!!“.

Und dann ging die Party auf allen Tribünen im Westfahlenstadion ab! Das war für mich DER schönste Moment unter all den vielen schönen Momenten der Saison 2010 / 2011.

Am Ende ist es alles gekommen wie es schöner nicht hätte kommen können. Wir werden in einem Heimspiel Meister und bekommen noch ein weiteres Heimspiel zum feiern obendrauf.

Nach dem letzten Heimspiel mag es auf der Südtribüne den ein oder anderen Fan gegeben haben, der nach der Übergabe der Schale ein wenig enttäuscht war. Die Stimmung war nach Abpfiff nicht so euphorisch ausgelassen und Party mäßig, wie man es vielleicht gehofft hatte oder wie es nach dem Spiel gegen Nürnberg war. Wegen der brenzligen Sicherheitslage wirkte die Stimmung im Stadion doch etwas angespannt.

Die Meisterfeier der Superlative auf der Dortmunder B1 machte diesen kleinen Markel jedoch schnell wieder vergessen.

Ich kann nur sagen das ich froh bin, dass dieses „mulmige Gefühl“ welches ich nach Abpfiff am Samstag stellenweise hatte in den Medien so gar nicht rübergekommen ist.

Die Südtribüne ist keine Selbstverständlichkeit!

Denn was sich viele BVB Fans viel öfters vor Augen halten sollten ist, dass die Südtribüne als größte Stehplatztribüne Europas, mit seinen über 20.000 Stehplätzen, alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Man denke nur an die schrecklichen Beispiele von Massenpaniken der Vergangenheit. (HillsboroughHeysel, Loveparade 2010)

Im Bewusstsein der Gefahren die von großen Stehplatztribünen ausgehen können kann man nur an jeden BVB Fan appellieren sich bewusst zu machen, dass es auch in der Verantwortung jedes Besuchers der Süd liegt, diese Tribüne in dieser Form für die kommenden Jahre zu erhalten.

Haltet die Südtribüne so wie sie ist nicht für selbstverständlich! Lasst auch in den Momenten der größten Emotionen (im guten wie im schlechten) immer ein Stückchen Vernunft walten.

Politiker die Klartext reden

In der letzten Zeit fällt mir immer wieder in politischen Diskussionsrunden auf, dass es scheinbar einen Ehrenkodex zu geben scheint, der es Politikern verbietet auf einfache Fragen mit Ja oder Nein zu antworten. Oft haben die Antworten ja nicht einmal mehr etwas mit der Frage zu tun, die gestellt wurde. In sehr vereinzelten Fällen lasse ich dieses Stilmittel ja durchaus durchgehen. Aber Politiker gebrauchen diese Art dermaßen inflationär, dass man daraus wiederum seine Schlüsse ziehen kann.

Aber warum machen so viele Politiker das?

Mein Eindruck ist es, dass die Mehrheit der Politiker öffentlich nicht das sagen oder vertreten was ihre persönliche Meinung ist. Das mag hin und wieder nötig sein um sich im hiesigen politischen System nicht innerhalb der eigenen Partei, wegen einer Meinung, zu beschädigen. Trotzdem schätzen das die Politiker meiner Meinung nach falsch ein.

Denn heute und in der Zukunft, der medial immer transparenter werdenden Welt, in der Politiker auch viel direkter mit dem Volk kommunizieren werden können  ist es immer wichtiger, dass man Rückhalt in der Gesellschaft und nicht nur in der Partei hat.

Das zeigt uns das Beispiel von zu Guttenberg. Der Typ war (oder ist) unglaublich beliebt beim Volk. Und ich behaupte mal er ist es deshalb, weil er eben viel öfters seine eigene persönliche Meinung öffentlich propagiert hat, anstatt diese hinterm Berg zu halten um sich nicht in der eigenen Partei ins Abseits zu stellen.

Wenn es zu Guttenberg nicht gäbe und ich hier einen Politiker beschreiben würde, der gegen Staatshilfen für OPEL war und für die Abschaffung der Wehrpflicht, würde man darauf kommen, dass er von der CSU ist und auch noch in seiner Partei beliebt war!?

Als weiteres Beispiel fällt mir immer wieder Heiner Geißler auf. Der ist von der CDU vertritt öffentlich aber seine eigenen Meinungen die teilweise so gar nicht der Parteilinie entsprechen. Er sagt was er denkt und kommt dadurch sehr gut an. Ob man ihm nun zustimmt bei dem was er sagt oder nicht. Geißler fällt das aber sicherlich auch leicht, da er keine politische Verantwortung mehr hat.

Oft geht es mir auch bei Jürgen Trittin und Peer Steinbrück so. Obwohl beide auch immer mal wieder in das Politiker Schema rutschen. Vor allem wenn sie im Bundestag reden. Aber da ist es wohl auch Aufgabe der Opposition etwas zu übertreiben.

Fazit

Liebe Politiker. Schon aus eigenem Interesse solltet ihr erkennen, dass es euch auf lange Sicht viel mehr nützt viel öfters mal Klartext zu reden und eure Meinung gerade herraus zu sagen. Ich habe als Bürger auch nichts gegen Aussagen wie „Okay, das ist nicht meine persönliche Meinung, aber die Mehrheitsmeinung meiner Partei.“

Und hört endlich auf zu glauben, dass auf jede gestellte Frage gleich wie aus der Pistole geschossen eine Antwort kommen muss! Der Zuschauer ist doch nicht so blöd und weiß, dass man zwischen dem Reden auch mal Zeit zum denken einbauen muss. Denkt über eine Frage doch auch ruhig mal offensichtlich 10 Sekunden nach.

Das wird euch auch innerparteilich langfristig eher nützen. Wenn ihr euch also als Politiker vor eine Kamera setzt, oder im Wahlkampf seid, dann verkauft EUCH selbst und nicht eure Partei!

Und zum guten Schluß noch einige Beispiele die, natürlich repräsentativ, beweisen, dass früher alles besser war.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=lM9i-8j45xg

httpvh://www.youtube.com/watch?v=l5QLziJftAE

 

Android Market und GoogleApps auf dem Archos 32 Internet Tablet nachinstallieren

Diese Frage kommt sicher jedem Besitzer des kleinen androidigen Multimediaplayers aus dem Hause Archos früher oder später.

Eines sei vorweg gesagt. Ich kann natürlich keinerlei Haftung dafür übernehmen, dass ihr dadurch den Player oder die Garantie beschädigen könntet. Wenn ihr sowas macht, ist es eure Gefahr!

Bei mir hat das allerdings reibungslos funktioniert und es lohnt sich ja auch. Der Player hat absolut genug Power mit den gApps klarzukommen.

Das einzige was ihr tun müsst, ist euch die jeweilige .apk Datei herrunterzuladen. Diese hier, wenn ihr noch die Android Version 2.1 habt, oder diese hier, wenn ihr den Player schon auf Android 2.2 geupdatet habt.

Welche Version euer Player hat könnt ihr unter „Einstellungen“ –> „Geräteinfo“ –> „Software-Version“ nachschauen. Entweder steht dort sowas wie (Android 2.1.x) oder (Android 2.2.1).

Solltet ihr noch 2.1 haben ist es natürlich das cleverste vorher auf 2.2 zu updaten. Die Frage danach sollte euch irgendwann automatisch gestellt werden, sobald ihr den Player in ein WLAN lasst.

Wie installiere ich diese .apk nun?

Das ist ganz einfach. Ihr stöpselt euren Player via USB mit eurem PC zusammen und und klickt im Player „Bereitstellen“ wenn ihr danach gefragt werdet, ob ihr dem Computer die SD Card bereitstellen wollt.

Auf eurem PC habt ihr nun einen neuen Massenspeicher. So wie bei einem USB-Stick. Dort erstellt ihr im obersten Verzeichnis einen neuen Ordner. Ich hab ihn „apps“ genannt. Dort hinnein kopiert ihr die .apk Datei.

Nun trennt ihr Player und PC wieder, klickt auf eurem Archos Player auf die App „Dateien“. Das ist entweder ein Icon auf dem „Desktop“ des Players oder ihr findet es im Menü bei den anderen Apps.

Dort findet sich der vorhin erstellte Ordner und darin die .apk Datei. Einfach munter weiterklicken und die Dialoge beantworten.

Wenn alles installiert ist müsst ihr den Player noch neustarten und Schwupp Diwupp habt ihr die gApps installiert und könnt einen GoogleAccount mit dem Player verbinden.

Ich habe mir dann erstmal sofort den Musikplayer meiner Wahl aus dem Market herruntergeladen. In meinem Fall Winamp, welches es seit ein paar Tagen in der Version 1.0 für Android gibt.

Archos 32 Internet Tablet – Nicht Fisch, nicht Fleisch

Bei Gillys 5 Jahre Gillys Playground Gewinnspiel habe ich das Archos 32 Internet Tablet gewonnen. Es handelt sich dabei im Grunde um einen MP3-Player auf Android Basis. Vom Funktionsumfang her würde ich sagen, dass es sich dabei um einen Konkurenten zu Apples iPod Touch handelt. Also, kann das Teil was?

Was bin ich?

Genau das ist die Frage, die sich der Archos Player meiner Meinung nach stellen muss. Ersteinmal die harten Fakten.

  • 3,2 Zoll LCD-Touchscreen mit 400x240er Auflösung
  • 800Mhz CPU
  • 8GB interner Speicher
  • Android 2.2 Froyo
  • WLAN
  • G-Sensor
  • 72g leicht
  • VGA Kamera
  • Mikrofon
  • kein GPS
  • keine integrierten Lautsprecher
  • kein Slot für SD Cards
  • kein AndroidMarket
  • keine GoogleApps
  • 130€

Wenn ich nun also den Archos als MP3-Player betrachte und ihn mit all den anderen MP3-Playern mit 8GB Speicher vergleiche, die man alle für ca. 50€ bekommt, fällt mir hier auf den ersten Blick nichts auf, was den fast 3fachen Preis rechtfertigen würde.

Ergo, muss er einen Mehrwert außerhalb seiner MP3-Player Features besitzen. Mal überlegen.

Wozu kann ich den Archos, außer zum Musik hören, noch gebrauchen?

Ich könnte ihn beim Joggen benutzen, weil ich zusätzliche eine der vielen Running Apps von Android benuten könnte. Ach, Mist! Kein GPS.

Ich kann unterwegs Internetradio hören. Z.b mit der 90elf App, wenn gerade Fußball läuft. Ach, Mist! Kein Mobiles Internet.

Ich kann damit von der Couch aus im Internet surfen! Ach, Mist. Auf dem kleinen Bildschirm erkenne ich kaum etwas. Der Name Tablet lässt zu wünschen übrig. Außerdem, wer hat denn heutzutage kein Smarktphone oder sogar nen größeres richtiges Tablet zuhause? Die Qualität des WLAN Moduls ließ auch äußerst zu wünschen übrig.

Diese leicht zynische Liste könnte man nun noch viel weiter fortsetzen, ich will es aber mal dabei belassen und zusammenfassend sagen, dass mir einfach nichts eingefallen ist, was der Archos mehr, sinnvolles, kann als ein herkömmlicher 8GB MP3-Player für 50€.

Wozu ist in dem Teil ne Kamera, warum kein GPS? Warum sind keine GoogleApps und somit kein AndroidMarket auf dem Archos 32 Internet Tablet? Genug Power unter der Haube hat er. Die Menüs laufen flüssig, da kann man nicht klagen.

Es ist hier klar zu erkennen dass der versuchte Spagat zwischen MP3-Player und Tablet nicht funktioniert und auch nicht funktionieren kann. MP3-Player, bleibt MP3-Player und Tablets bleiben Tablets. Dazwischen ist, wenn überhaupt nur Platz für Handys.

Und falls gleich jemand in den Kommentaren das Argument hervorkramt: „Hey, damit kann man doch auch Videos gucken“. Ja, kann man. Aber wer macht denn sowas!?

Fazit

Ich weiß immer noch nicht genau, was der Archos eigentlich sein soll. Ein total überteuerter MP3-Player, oder ein Tablet mit dem ich eigentlich nichts so wirklich machen kann. Eine Kaufempfehlung kann ich keinem geben.

Mal sehen, ob ich den kleinen behalte, oder ob ich ihn hier einfach weiterverlose. Vielleicht findet der nächste Besitzer ja seine Bestimmung.

Als nächstes wird dann jetzt die Frage verbloggt, die ich mir nach dem ersten Start des Gerätes gleich gestellt habe. Wie kann ich den Android Markt auf dem Archos 32 Internet Tablet nachinstallieren?

Tipp die BuLi Abschlußtabelle 2011

Alle Jahre wieder schmeiße ich um diese Zeit gerne den kicker Tabellenrechner an um zu schauen wie die Saison ausgehen würde wenn alles so weiter läuft wie ich es derzeit einschätze. Mein Ergebnis in diesem Jahr: Meister wird der BVB 😉

Was mich selbst überrascht hat?

Kaiserslautern und Frankfurt stürzen noch übler ab, als ich das derzeit auf dem Zettel habe. Gladbach schafft es leider ganz knapp nicht und Werder Bremen rettet sich am letzten Spieltag in Kaiserslautern hauchdünn.

 

 

Verankerte Tabs bei Chrome-WebApps

Wenn ihr wie ich Chrome-Nutzer seid und oft viele Tabs offen habe konnte das eine kleine Hilfe sein dort etwas Platz zu sparen.

Zu vielen beliebten Webservices gibt es nämlich im Chrome WebStore Apps. Ja okay, oft sind es quasi nicht mehr als Lesezeichen, die sich nun Apps nennen. Eventuell geht Chrome bei den Seiten aber auch etwas anders mit um wenn es um das Thema Speicher etc. geht. Egal.

Zumindest geht es darum, wenn man einige Webseiten hat, die man sowieso eigentlich immer auf hat (bei mir sind das z.B GoogleMail, GoogleReader, Tweetdeck und Facebook), dass man über einen Rechtsklick auf das WebApp Icon sagen kann, das man die App gerne in einem „verankerten Tab“ öffnen will. Das spart einem enorm Platz in der Tableiste.

Und wenn wir schon gerade beim Thema Chrome Apps sind kann ich ja nochmal gleich ein paar empfehlen, die ich im Einsatz habe.

Minimalist for Gmail

Bringt euer Gmail Webinterface so richtig auf Trab. Ihr könnt dort unzählige Dinge einstellen. Am aller besten gefällt es mir, dass man bei einer neuen Mail über eine sog. Desktop-Notifikation und einen kleinen Ton informiert wird. Hier zu finden.

Super Google Reader

Kleine Verbesserungen am GoogleReader. Das beste Feature ist jedoch, dass man such über einen Druck auf die Taste „8“ bei gekürzten Feed im Reader den vollständigen Artikel anzeigen lassen kann ohne die Webseite selbst besuchen zu müssen.

Also eine super Sache für alle die gekürzte Feeds genau so Scheiße finden wie ich. Zu finden ist Super Google Reader hier.

Facebook Photo Zoom

Zeigt euch jegliche Fotos in Facebook in Groß an, wenn ihr mit der Maus darüber fahrt. Spart auch ne Menge Zeit. Gibts hier.

Ägypten: Warum haben die westlichen Regierungen eine solche Angst Mubarak zu früh fallen zu lassen?

In Ägypten ist nun schon einige Tage Chaos. Revolutionäre Zustände. Das dürfte mittlerweile ja an keinem mehr vorbeigegangen sein. Das Chaos macht es aber auch für alle schwierig, die Lage zu analysieren oder Prognosen abzugeben, denn wir können die jetzigen Zustände wohl nicht mit früheren Revolten in anderen Ländern vergleichen, dafür hat sich die Welt zu sehr verändert.

In vielen Medien ist ja von „Facebook“-Revolution die Rede, und da wird wohl auch etwas wahres dran sein. Unsere Moderne Kommunikation ist offen und frei. Die Bürger in Ländern wie Ägypten bekommen es mit, dass es anderswo auf der Welt Länder gibt, in denen die Menschen nicht von Despoten wie Mubarak regiert werden und in denen es den Menschen besser geht.

Die europäischen und amerikanischen Außenpolitiker verhalten sich bei dieser Revolution allerdings äußerst zurückhaltend. Man hat fast den Eindruck, als verunsichere sie die Lage.

Dazu muss man natürlich wissen, dass Amerika, Europa und auch der Rest der Welt ein riesiges Interesse an anhaltender Stabilität in den Ländern des Mittleren Osten hat. Von dort sprudelt schließlich der größte Teil des Öls und das Öl ist der Motor der Wirtschaft.

Die westliche Welt hat Angst vor den Islamisten, das ist bekannt. Deshalb war man froh mit Mubarak in Ägypten einen verlässlichen Diktator zu haben. Der Westen stärkt Mubarak den Rücken und pumpt Ägyptens Militär mit Milliarden voll damit der ihnen sicherstellt, dass Ägypten kein Islamistischer Gottesstaat wird, der es sich zur Aufgabe macht Israel von der Landkarte zu fegen und die ganze Region ins Chaos zu stürzen.

Nun wird diese „schöne Heile Welt“ vom Ägyptischen Volk zu nicht gemacht. Und die aller meisten Regierungen scheinen tatsächlich in dem Konflikt zu stehen nicht von Mubarak loslassen zu wollen.

Sag mal, glaubt wirklich jemand, dass das Ägyptische Volk den einen Diktator aus dem Land jagt um dann einen Gotteststaat zu errichten? Die Leute auf der Straße sagen doch ganz klar was sie wollen. Mehr Freiheit, mehr Demokratie, Arbeit und eine Lebensperspektive!

Glaubt wirklich noch jemand, dass Mubarak die Proteste aussitzen könnte? Ich tue es nicht. Mubarak ist Geschichte, fragt sich nur noch ab wann.

In diesem Zusammenhang sei auch noch ein Wort zur Haltung Israels gesagt. Netanjahu  hat öffentlich die Ängste seiner Regierung geäußert, dass Israel feindliche Kräfte in Ägypten die Oberhand gewinnen und den Frieden zwischen den Ländern aufkündigen könnten. Deshalb sollten die westlichen Regierungen lieber weiter zu Mubarak stehen.

Wie idiotisch ist diese Haltung denn bitte? Was für eine historische Chance bietet sich den Israelis derzeit ihre Solidarität mit einem muslimischen Nachbarvolk zu zeigen. Haltet zum Ägypischen Volk. Ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn ist das beste Pfand im Kampf für Frieden.

So bestätigt man nur die Vorurteile gegenüber Israel in der Region.

Oder gibt es doch gute Gründe für Regierungen (noch) nicht den Rücktritt von Mubarak zu fordern?

Odyssee einer VDSL Bereitstellung bei der Deutschen Telekom

Was gibt es Nerven raubenderes als wenn man mit seinem Internetprovider im Clinch ist. Eigentlich wundert es mich warum es noch kein Buch mit den tollsten und skurrilsten Geschichten gibt die Menschen dabei schon erlebt haben.

Die meisten von uns könnten da sicherlich selbst genügend Material beisteuern. Von nicht zu Terminen erscheinenden Technikern, ärgerlichen Hotline Anrufen oder anderen Dingen. Ich will an dieser Stelle natürlich keinen Provider besondern negativ oder positiv darstellen, da ich selbst schon mit vielen Providern ähnliche Probleme hatte.

Die folgende wahre Geschichte, die ein Leser von mir, im letzten halben Jahr mit der Telekom erlebte, kommt da mindestens in die TOP3 der besten Provider-Wechsel Stories.

Die Vorgeschichte

Der simple Wunsch nach mehr Speed veranlasste mich, ca. Mitte Juli 2010, bei der Telekom telefonisch den Entertain Comfort 4 Standart Tarif zu bestellen um fortan mit VDSL50 Speed durchs Netz zu surfen statt mit den bisherigen 16 Mbit meines bis dahin aktuellen Providers.

Die Auskunft die man mir damals am Telefon gab war die gleiche wie beim Online Verfügbarkeits-Check. VDSL 50 ist möglich.

Zu meiner damaligen Verwunderung erhielt ich in den folgenden Tagen und Wochen jedoch keine Auftragsbestätigung.

Nach einigen Telefonaten mit der Telekom Hotline meinerseits, fragte die Telekom dann in einem Brief bei mir nach, ob ich noch Interesse an der Bestellung hätte, da Sie von mir noch immer keine Unterlagen zur Portierung und Kündigung des bisherigen Providers erhalten hatte. Wie auch? Ich hatte ja bisher nie auch nur einen Brief oder eine Mail der Telekom erhalten.

Daraufhin ergriff ich, selbst die Initiative und schickte Online auf der Telekom Homepage nochmal einen Auftrag für besagten VDSL Tarif los, in der Hoffnung diesmal eine Auftragsbestätigung mit den Unterlagen für die Portierung zu bekommen.

Schließlich schien dann doch noch etwas ins Rollen gekommen zu sein und mein Vertrag bei meinem alten Provider wurde vermutlich etwa gegen Ende September von der Telekom gekündigt.

Am 07.10 bekam ich dann auch Endlich eine Auftragsbestätigung von der Telekom über den Tarif Call and Surf Standart DSL 6000 und die Lieferung eines VDSL Modems (Speedport 221).

Ja richtig gelesen. DSL 6000 und kein VDSL50 inkl. eines nicht abwärtskompatiblen VDSL Modems welches nicht mit herkömmlichem DSL eingesetzt werden kann.

Nach abermaligen Telefonaten mit der Hotline hat man mir dann auch noch ein zusätzliches herkömmliches DSL Modem zur Miete zugeschickt. Außerdem wurde ich, erst jetzt an der Hotline, darüber aufgeklärt, dass man bei mir erst nochmal normales DSL 6000 schalten müsse und erst dann auf VDSL „hochschalten“ könne. Okay.

Das DSL6000 war jedoch die komplette Zeit nur DSL3000. (vom Ende beim alten Provider bis zum letztendlichen hochschalten auf VDSL)

Im Dezember gab es dann einige Versuche das DSL auf VDSL hochzuschalten was dann auch irgendwann funktioniert hat. Nicht ganz reibungslos und nicht beim Ersten mal, aber das ist man ja irgendwann gewohnt, wenn man schon mal seinen Provider gewechselt hat.

Die Rechnungen die ich nun bekam haben mich anfangs jedoch vollends verwirrt und ich kann auch heute noch nicht behaupten, dass ich sie ganz verstanden hätte. Also habe ich versucht alle Hebel in Gang zu setzen um mit der Telekom darüber zu reden.

Schließlich hatte ich im System ja auch noch den Tarif „Call and Surf Comfort“ erhielt aber schon die Leistungen von Entertain.

Zusamenfassend kann ich nach über 250 Minuten Erfahrung mit der Telekom Telefonhotline, dem Telekom Support Forum und dem Twitter Team @telekom_hilft sagen, dass ich sehr überrascht war, das erst seitdem das Twitter Team sich um mich gekümmert hat und, ich von denen angerufen wurde, meine Rechnungen zumindest soweit in Ordnung sind, dass ich nun annähernd das Gefühl habe unterm großen Strich, nicht all zu viel Geld daraufgezahlt zu haben, als wenn alles optimal gelaufen wäre.

Das Forum war übrigens keine Hilfe und ich war sehr amüsiert als man, statt mir zu Antworten, in einem meiner Beiträge das Wort „Unverschämtheit“ zu *** zensierte.

Bei der Hotline macht man oft unterschiedliche Erfahrungen, je nachdem an welche Mitarbeiter man so gerät.

Diese Ganze Odyssee war mir jedoch dann, trotz der Tatsache, dass nun nach fast einem halben Jahr, alles einigermaßen läuft wie es soll zu viel des Guten. Und ich aus meiner Erfahrung kann niemandem der zur Telekom wechselt, und dies aus Gründen des guten Services tun will, diesen Schritt empfehlen.

Ich hätte mir gewünscht, dass alles so gelaufen wäre wie es die Telekom selbst in ihrem Ablauf einer VDSL-Bereitstellung in ihrem Forum beschreibt.

Das vorläufige Ende

Nachdem das „Tischtuch“ nun offensichtlich doch „zerrissen“ ist entschloss ich mich meinen laufenden Vertrag fristgerecht zum nächsten Termin zu kündigen und dabei nochmal auf den, meiner Meinung nach, schlechten Service mir gegenüber hinzuweisen.

Von: Xxxx Xxxxxxx
Datum: 15. Januar 2011 17:07
Betreff: Kündigung
An: info@telekom.de

Guten Tag

Hiermit kündige ich meine Verträge mit der Telekom zum nächstmöglichen Termin.
Leider bin ich mit dem „Service“ der Telekom sehr umzufrieden. Ich habe in den letzten 3 Monaten mehr als 5 Stunden mit ihrer Hotline telefoniert. Meistens ohne Erfolg !
Ich habe einen Eintrag in ihr Forum gestellt der bis heute unbeantwortet ist. Ich habe um Rückrufe gebeten , ohne Erfolg.
Auch verstehe ich nicht wie man mir Leistungen anbieten konnte im Wissen das diese nicht zu dem gewünschten Zeitpunkt bereit stehen.

Trotz dieser Vorkommnisse habe ich immer wieder versucht meine Situation zu erklären. Leider hat es Monate gedauert und ist erst nach einem Tweet teilweise zufrieden stellend gelöst wurden.

Offensichtlich hält die Telekom es nicht für nötig, Kunden die eine solche „Tortur“ durchmachen adäquat zu entschädigen.
Fakt ist die Telekom entschädigt gar nicht und der Kunde zahlt drauf.

Für ein klärendes Gespräch stehe ich jederzeit zur Verfügung.
Vielleicht sollte die Telekom sich bemühen eine Eskalationsstelle einzurichten um diese Fälle zu verhindern.

Das die Telekom die Verbindung zu ihrer Hotline nach 15 Minuten in der Warteschleife unterbricht und auch nach mehreren Stunden nicht erreichbar ist betrachte ich als einen Bruch ihrer AGBs (4.1.1) . Ich hoffe das sie dieses Verhalten abstellen.
Beim nochmaligen eintreten von Störungen und unterbrechen meines Anrufes in der Warteschleife sehe ich mich gezwungen den Vertrag außerordentlich aufzulösen.

Bitte bestätigen sie mir die Kündigung schriftlich.

Mit freundlichen Grüßen

Xxxx Xxxxxxxx
Kundennummer XXX XXX XXXX

Die Antwort auf den Wunsch, alle Verträge zum nächst möglichen Termin zu kündigen, war nun, in meinen Worten, zusammengefasst:

„Nein, wir bestätigen ihnen diese Kündigung nicht.“

Vielleicht interpreitere ich es aber auch nur falsch. Deshalb hier das Antwortschreiben der Telekom.

Auf die Nachfrage an der Hotline und bei Twitter was das Schreiben bedeutet, sagte man mir, das meine Kündigung akzeptiert wurde. Ob ich das auch noch irgendwann schriftliche bekomme?